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Für wen wir arbeiten?

Use Case: Neuausrichtung & Markteintritt einer Digital-Film-Unit

Branche: Film & Digital Media / Corporate Content

Ausgangslage

  • Eine bestehende Inhouse-Film-Unit sollte aus dem Mutterunternehmen herausgelöst und eigenständig im Markt agieren: nicht länger nur interner „Dienstleister“, sondern professioneller, wettbewerbsfähiger Anbieter für digitale Bewegtbildproduktionen – von Kampagnen über Employer Branding bis Product Storytelling.

  • Der Handlungsdruck war klar:

    • unklare Positionierung zwischen interner Servicefunktion und externer Agenturrolle

    • fehlende Markenschärfe und kein konsistentes Leistungsversprechen

    • unklare Governance: Wer entscheidet? Wer akquiriert? Wer verantwortet Budgets?

    • Erwartung der Holding: zusätzliche Umsätze im externen Markt – ohne interne Strukturen zu destabilisieren

Lösung

In einem kompakten, aber hochstrukturierten 2-Tages-Format kombinierten wir strategische, markenbezogene und strukturelle Leitfragen:

  • Mission & Vision: Positionierung als digitale Content-Craft-Unit mit Fokus auf filmische Markenführung, nicht als klassische Produktionseinheit.
  • Coverdale-Zielscheibe
    • Zur konsequenten Klärung: Für wen produzieren wir? Welche Pain Points lösen wir im Markt? Welchen Qualitäts- und Innovationsanspruch vertreten wir? Wofür stehen wir nicht?
  • Marken- & Leistungsarchitektur
    • Angebotsspektrum, USP-Schärfung, Differenzierung im überfüllten Produktionsmarkt
    • Narrative Positionierung: Film, der Marke strategisch stärkt – nicht dekoriert
  • Firmierung & Organisationsform
    • Abwägung: vollständige Ausgründung vs. Unit mit Sonderstatus
    • Entscheidung: hybride Struktur
      • eigenständige Marktmarke mit quasi-Geschäftsführerrollen
      • Zugriff auf People & Tech der Mutter über Body-Leasing-Modell
  • Investitionsbedarf & Business Case
    • benötigte Rollen & Skills
    • Equipment-Roadmap
    • Markteintrittsbudget & Vertriebseinrichtung
    • Kennzahlen zur internen & externen Kapazitätsverteilung
  • Einbettung in den Unternehmensprozess

Ergebnisse

  • Eigenständige Marke mit klarer filmisch-strategischer Identität
  • neue unternehmerische Rollen: Verantwortung, Steuerung & Akquise geklärt
  • Hybrid-Modell funktioniert operativ: interne Bedarfe werden schneller bedient, externe Kund:innen erstmals aktiv adressiert
  • neuer Pitch-Ansatz & Kommunikationslinie für Markteintritt
  • Entscheidungswege und Budgetprozesse transparenter

Nutzen

Dieser Case zeigt, wie sensibel Kreativ- und Produktionsbereiche aus einer Organisation herausgeführt werden müssen:
Es reicht nicht, eine Unit „frei zu lassen“. Erfolgreich wird sie erst, wenn Struktur + Marke + Rollen + Ressourcen gleichzeitig neu gedacht werden.

Die Klarheit wurde in 2 Workshop-Tagen erreicht – nicht, weil wir beschleunigt haben, sondern weil wir entlang eines Gesamtprozesses arbeiteten: strategisch fundiert, kulturell eingebettet und mit Blick auf die gesamte Unternehmens-Architektur.

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